Trier, 29.04.2018, von Thomas Lehnart

Was macht das THW am Südbad?

Trierer Fachgruppe Führung/Kommunikation (FK) trainiert den Aufbau einer Führungsstelle bei Großschadenslage

Eine ungewohnte Kulisse bot sich am Samstagvormittag den Besucherinnen und Besuchern des Naherholungsgebietes im Trierer Stadtteil Feyen/Weismark:

Einsatzkräfte unseres Ortsverbandes trainierten den Aufbau einer Führungsstelle mit angeschalteter Fernmeldezentrale am Trierer Südbad.   

Ziel der Stabsausbildung war das Management von fiktiven Einsatzkräfte am Beispiel einer angenommen Großschadenslage, dem Austritt von Chlorgas.  

So richteten die Helferinnen und Helfer eine „große Führungsstelle“ ein, die Platz für eine stabsmäßig eingerichtete technische Einsatzleitung oder auch eine Einsatzabschnittsleitung bietet. Insgesamt haben hier bis 22 Rettungskräfte einen mit modernster Kommunikationstechnik ausgestatteten Arbeitsplatz

Die feldmäßig aufgebaute große Führungsstelle besteht aus einer Fernmeldezentrale (FmZ), den Anhänger Führung und Lage (AnhFüLa) sowie einem Führungs- u. Kommunikationsanhänger. 
Techniker der Fachgruppe besorgten zudem die notwendige Telekommunikations- und Informationstechnik.

Unter Verwendung maßgeschneiderter Module der Fahrzeug-, Informations-, und Übertragungstechnik kann das Technische Hilfswerk innerhalb kurzer Zeit und unabhängig von öffentlichen Netzen solche Führungsstellen „Ad hoc“ einrichten und betreiben. Dies verbunden mi dem Ziel eigene Kräfte zu koordinieren oder andere Behörden und Hilfsorganisationen mit der Bereitstellung solcher Instrumente zu unterstützen.

 

In der Hoffnung, dass der Ernstfall nicht eintritt, lernen die im Ortsverband Trier  engagierten Helferinnen und Helfer kontinuierlich den professionellen Umgang mit verschiedenen Ereignissen. 
„Nur wer in Übungszeiten beständig und kontinuierlich den Umgang mit Technik und Stabsarbeit einübt, kann im realen Schadenfall besonnen und professionell agieren“, so Markus Thieltges, Leiter der THW-Fachgruppe.

 

In der Abschlussbesprechung zeigte sich nicht nur das THW zufrieden mit der Umsetzung der aufgetragenen Aufgaben. Auch viele Passanten zollten den Ehrenamtlichen ihren Respekt: „Gut, dass es Euch gibt!“, lobte unter anderem ein Anwohner die Einsatzkräfte, nachdem er sich über den Hintergrund der Übung näher informierte.

 

 


Fotos: THW/Thomas Lehnart


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